Sonntag, 30. Mai 2010

Eurovision Song Contest

Er bewegt sich also doch, der Eurovision Song Contest.

Nachdem auf dieser Veranstaltung jahrzehntelang nur Lieder zum Abschalten und Wegrennen gespielt wurden, habe ich es gestern erstmals wieder gewagt die Sendung anzuschauen. Nach all den schrecklichen Ralph-Siegel-Jahren hat diesmal Stephan Raab den deutschen Beitrag gesucht und gefunden: Lena Meyer-Landrut. Die Abiturientin begeisterte in den letzten Wochen mit viel Schwung und natürlicher Ausstrahlung. Deutschland war begeistern und konnte auf eine gute Platzierung hoffen. Gut die Hälfte der TV-Zuschauer in Deutschland schaute die Sendung. Ein Marktanteil von 61,6% für die 14- bis 49-jährigen ist sensationel. 

Der Abend in Oslo wurde mit dem Beitrag von Aserbaidschan eröffnet. Das war schon sehr gut und belegte am Ende Rang 5 (Safura/Drip Drop). Abwechsungsreich ging es weiter. Gefühlvolles war genauso im Programm vertreten, wie Hardrock und Elektronik. Die Türkei belegte mit ihrer Rammstein-Truppe überraschend Platz 2 (maNga/We Could Be The Same). Das Piano-Duo aus Rumänien belegte Platz 3 (Paula Seling & Ovi/Playing With Fire) vor dem ruhigen Song aus Dänemark (Chanée & N'evergreen/In A Moment Like This). Der einsame Singer/Songwriter aus Belgien eroberte Platz 6 (Tom Dice/Me And My Guitar).

Auch gut war Armenien (Eva Rivas/Apricot Stone), Rang 7. Die fetzigen Lieder aus Griechenland (Giorgos Alkaios & Friends/OPA) und Frankreich (Jessy Matador/Allez Olla Olé) landeten im vorderen Mittelfeld. Dance aus Island (Hera Björk/Je Ne Sais Quoi) und Techno aus Moldau (Sunstroke Project & Olia Tira/Run Away) haben mir gefallen, waren aber nicht so erfolgreich. Europäische Pop-Schnulzen gab es kaum und das ist gut so (Weißrussland und England belegten die letzten Plätze).

Nach der Show ein Interview mit Peter Urban. Lena zu Urban: "Oh, mein Gott. Du zitterst ja." Urban: "Ich bin fix und fertig."

Ach ja: Lena hat gewonnen (Lena/Satellite). Gratulation.

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