Mittwoch, 11. November 2009

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

durch einen Bericht auf süddeutsche.de musste ich erfahren, dass Sie mit dem Gedanken spielen, das Prestige-Projekt von Herrn Stoiber wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Vielleicht haben Sie bei dem Interview mit dem Trostberger Tagblatt am 26. Oktober noch nicht an Ihre Berufung zum Bundesverkehrsminister gedacht. Aber als Bundesminister müssen sie keine Steuergelder verschwenden, damit Herr Stoiber am Müncher Hauptbahnhof in sein Flugzeug einsteigen kann.

Der Transrapid hatte jahrzehntelang einsamen Runden auf einer Teststrecke im Ensland gedreht, bis die Hersteller einsahen, dass ihr Produkt eigenlich unverkäuflich war. China konnte die Stecke in Shanghai bauen, weil sie genug Geld in den Reissäcken hatten. Deutschland kann den Reis das Geld auf absehbare Zeit aber nicht mit vollen Händen ausschütten.

Falls Sie ein paar Milliarden Euro übrig haben, inverstieren Sie bitte nicht in einen Langstrecken-Hochgeschwindigkeitszug, der schon nach halber Strecke wieder bremsen muss, um nach 30 Kilometer am Flughafen halten zu können. Alternativ können Sie die Euros anderen Ressorts zur Verfügung stellen, beispielsweise für Bildung, Familien, oder so.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Dworak
Steuerzahler

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