Das Buch stellt einige Thesen auf, warum Google so erfolgreich ist und was jeder von uns daraus lernen kann. Letztendlich geht es um ein neues Zeitalter, um die Möglichkeiten, die ein offnenes Internet einer offenen Gesellschaft bieten könnte. Die alte Denkweise, bei der alle Kunden zu einem Unternehmen kommen und das Unternehmen vorschreibt, was der Kunde konsumieren soll, gehört der Vergangenheit an. Die Konsumenten wissen was sie wollen. Das Unternehmen muss zu den Kunden kommen. Vorbei ist die Zeit der massenhaften Verbreitung von Produkten oder Medien-Inhalten. Den Nischenlösungen gehört die Zukunft.
Google macht es vor. Google schafft Verbindungen und bietet Plattformen, die jeder kostenlos und nach eigenen Wünschen verwenden kann. Trotzdem ist Google das am schnellsten wachsende Unternehmen in der Geschichte. Facebook bietet eine Plattform, auf der sich Menschen mit gemeinsamen Interessen und nach eigenen Regeln treffen können. Craigslist ist eine weitgehend kostenlose Kleinanzeigen-Börse. Einmal etabliert, haben es klassische Kleinanzeigen-Verbreiter (also Zeitungen) schwer gegen das Geschäftsmodell "kostenlos" anzugehen. Auf Twitter verbreiten sich Neuigkeiten so schnell, wie auf keinem anderen Medium.
Die Generation Internet geht nicht zur Homepage eines Anbieters. Individuell interessante Inhalte werden über soziale Netzwerke verbreitet, Netzwerke, die auf Vertrauen beruhen; oder über Google oder Digg gefunden. Seit offen und ehrlich und ihr werdet gehört. Das Individuum hat heute mehr Macht als jemals zuvor.
Firmen treten in direkten Dialog mit Kunden. Dell hat vor Jahren durch eigenes Bloggen und Antworten auf fremden Blogs den Kundenservice wesentlich verbessert. Starbucks bietet Kunden eine Plattform, um bei der Entwicklung und Verbessung von Produkten mitzuwirken. Telefonfirmen reagieren auf Störungen, die per Twitter in die Welt herausgerufen werden.
WWGD bietet sehr interessante Gedanken zu einer sich ändernden Gesellschaft. Einblicke und neue Blickwinkel werden vermittelt. Ein visionäres Management-Buch für jeden von uns. Spannend, ideenspendend, witzig und augenöffnend.
Jeff Jarvis hat sich übrigens bei mir bedankt, kurz nachdem ich auf Twitter angekündigt hatte, das Buch zu kaufen. Das fand ich total nett. Eine neue Form der Autor-Leser-Bindung. Ganz im Sinn von WWGD.
Links zum Thema:
- Süddeutsche Zeitung Magazin:
Google verändert die Zeitungen mehr, als Redakteure und Verleger wahrhaben wollen. Ein Gespräch mit dem Medienprofessor Jeff Jarvis.
- Spiegel:
"Dieses Jahr wird eine echte Wende bringen": Der Medienexperte Jeff Jarvis sagt ein massenhaftes Zeitungssterben in den USA voraus. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt er, welche Zukunft er in Zeiten von Twitter und Google News für echten Journalismus sieht.
- Hambuerger Abendblatt:
"Alle können von Google lernen": Der Journalist empfiehlt Kollegen die Zusammenarbeit mit Bloggern und Bürgerjournalisten. Auf der Konferenz next09 auf Kampnagel war er der Star.
- Next Conference:
Video: Welcome & Keynote: The Great Restructuring.
- Newspaper Death Watch:
Chronicling the Decline of Newspapers and the Rebirth of Journalism.
- ...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen